Das Projekt
Mit drei anderen Studentinnen arbeitete ich an einer Lösung, die das psychologische Wohlbefinden bei jungen Menschen verbessern soll. Dabei entstand ein multimodales Tool: Das Mindful Me Set ist eine Kombination aus einem interaktiven Leuchtcube und Self-Care Karten. Dabei lief das Uni-Projekt nach der Methode des Design Thinking ab.
Dauer: 3 Monate; Uni-Projekt "Information Experience Design"
Eingesetzte Methoden: Interview, Design Thinking
Tools: Adobe CC
Debriefing
Im Zuge einer Desk Research und einer Ideensammlung entstand unsere persönliche Design Challenge: Wie können wir junge Erwachsene durch positive Erlebnisse dazu ermutigen, bewusster auf ihr psychologisches Wohlbefinden zu achten?
Interviews
Für die Datenerhebung interessierten uns der Kontext in dem die Usergruppe positive Erlebnisse mit Selbstfürsorge erlebt. Wir führten sieben Einzelinterviews durch.
Auswertung
Durch die Interviews konnten wir feststellen, was aktuell schon für die mentale Gesundheit getan wird, aber auch was noch fehlt. Wir sammelten die Anforderungen und die Bedürfnisse an unser neues Tool.
Erlebnismomente
Wir führten die Methode der "Erlebnismomente" durch, beispielsweise ein
"Königliches Frühstück". Ziel der Methode ist es, dass Designer sich durch kleine Aufgaben im Alltag erfüllen besser in die Bedürfnisse der Nutzergruppe einfühlen können.
Ideenentwicklung
Aus dieser Bedürfniserfüllung heraus wurden dann Konzept-Ideen generiert. Durch die Erlebnismomente kamen wir auf viele Ideen, die wir anschließend zum Mindful Me Set kombinierten.
Ausarbeitung
Zuletzt schrieben wir Nutzungsszenarien und gestalteten einen Prototyp in Adobe XD. Damit konnte das Tool erlebt, getestet und gepitcht werden.
Mindful Cube & Mindful Cards
Das Mindful Me Set ist eine Kombination aus dem Mindful Cube und den Mindful Cards.
Sanft erinnert der Cube durch ein angenehmes Leuchten an die Durchführung einer zur Leuchtfarbe passenden Karte. Die Nutzenden werden dazu ermutigt, eine Karte aus der Mindful Cards Box zu holen und durchzuführen. Es gibt vier Kategorien, welche jeweils verschiedene Bedürfnisse ansprechen: Self-Care Karten, Challenges, Reflexionskarten und Inspirationskarten. Die kleinen Aufgaben auf den Karten sind einfach in den Alltag einzugliedern und führen so zu positiven Erlebnissen.
Ziel ist es, dass sich die Nutzenden durch diese Kombi mehr mit sich selbst und ihrem Wohlbefinden im Alltag beschäftigen. Das Durchgehen der Karten sorgt für positive Erlebnisse und die Steigerung des Wohlbefindens und der Resilienz.
Learnings
Das Uni-Projekt lief in einem agilen Arbeitsprozess in Form der Phasen des Design Thinking Prozesses ab. Durch Zwischenpräsentationen lernte ich, Informationen und Ideen prägnant und überzeugend darzustellen.
Das Ergebnis müsste weiterverarbeitet und getestet werden, scheint aber vielversprechend für die Entwicklung weiterer multimodaler Systeme zur Steigerung des Wohlbefindens.