Das Projekt
In diesem studentische Projekt ging es um Konzepte für die Verbesserung der internen Unternehmenskommunikation durch eine Kommunikationslösung. In unserer Gruppe entschieden wir uns für ein Tool, das Empathie und Verständnis gegenüber allen im Team verbessern soll. Als Designerin im interdisziplinären Team war ich dafür verantwortlich unsere gemeinsamen Ideen gestalterisch umzusetzen.
Dauer: 3 Monate; Uni-Projekt "Internal Communication"
Eingesetzte Methoden: Interviews, UI Design, UX Design, Prototyping
Tools: Figma, Miro
Unsere Design-Challenge
Wie sieht eine Kommunikationslösung aus, die Achtsamkeit und Empathie
in Arbeitsgruppen fördert, damit einander mit mehr Verständnis begegnet wird und die Bedürfnisse jedes Einzelnen adressiert werden können?
Debriefing
Das Debriefing enthielt das Sammeln aller Informationen zu Unternehmen, Achtsamkeit und Kommunikation sowie dem Formulieren der Design-Challenge.
Fokusinterviews
Zur Datenerhebung wurden vier Expert:innen mit Führungs- und/oder Achtsamkeitsexpertise interviewt.
Auswertung
Die Aussagen wurden zunächst in einem Affinity Diagramm verdichtet und schließlich zu einem Modell verdichtet.
Unser Modell
Im Zuge der Ideation erstellten wir dieses Datenmodell, was auch das Denkmodell und die Grundlage für die Funktionen des Tools bietet.
Das Innen befindet sich in uns allen, es lässt sich beschreiben mit den Teilen Körper, Geist und Seele - privat aber auch in der Arbeit.
Das Außen sind hier Führungskräfte und Unternehmen; sie bieten Umfeld und Strukturen, beinhalten aber auch eine Bedürfniserfüllung.
Im Begegnungsraum ist die Kommunikation zwischen beiden - positiv und auch negativ. Die Pfeile oben und unten stellen dar, ob und wie das Innen auf das Außen und das Außen auf das Innen einwirken muss aber auch kann. Ziel ist eine Balance aller Bedürfnisse.
Zielgruppe verstehen
Wir erstellten vier Personas und jeweilige User Journeys. Die User Journey Map diente zur Ermittlung der Pain Points im Arbeitsalltag und der individuellen Ziele & Bedürfnissen.
Konkretisierung
Teil der Konkretisierung war eine Ideensammlung im Projektteam und die Verdichtung zu einem Konzept. Dabei wurden auch Wireframes entwickelt, die die nötigen Funktionen enthalten sollten.
Klickprototyp
Schließlich entwickelte ich als Designerin im Team einen storybasierten Klickprototyp in Figma. Dieser stellt die Nutzung des Tools für den Arbeitstag einer fiktiven Persona dar: Die Mitarbeiterin Maja (31) im Unternehmen merano.
Die Ziele
Diese fünf Ziele definieren nochmal genauer, was das Tool für die Nutzer:innen beinhalten sollte.
Klick-Prototyp Screens: Kursangebot im Unternehmen
Dashboard inkl. heutiger Kalender & News
Kursangebot für Körper
Kursangebot für Geist
Kursangebot für Seele
Kalenderübersicht Kurse diese Woche
Kursansicht
Klick-Prototyp Screens: Persönliches Achtsamkeitsprofil der Mitarbeiter:innen
Personalisiertes Achtsamkeitsprofil in der Übersicht
Teilansicht des Bereichs Körper
Teilansicht des Bereichs Geist
Teilansicht des Bereichs Geist - Bearbeitungsmodus
Teilansicht des Bereichs Seele
Klick-Prototyp Screens: Weekly und Quartalsevaluation
Erklärungsansicht (Modell ist in das Tool integriert)
Geplante Bestandteile des Weeklys
Teil des Weekly: 4L Retrospektive
Teil des Weekly: Quartalsevaluation
Übersicht Unternehmensevaluation & Verknüpfung mit Achtsamkeitsprofil
Bewertung des Tools
Ich glaube, dass das Tool in einer ausgereiften Version einen Mehrwert für Unternehmen und vor allem die Mitarbeitenden darstellen kann. Es könnte im Begegnungsraum eine Art Ice Breaker darstellen, wo aktuell noch zu wenig über mentale Gesundheit am Arbeitsplatz besteht. Hierfür wäre ein ausführliches User Testing hinsichtlich Verständlichkeit, Seitenaufbau und Zweckmäßigkeit nötig.
Learnings
Durch das Projekt konnte ich die Erfahrung sammeln, ein Tool mit der Zielgruppe Unternehmen und deren Mitarbeitenden zu konzipieren und gestalten.
Da wir basierend auf einem selbst erstellten Modell ein Tool mit vielen Details erarbeiteten, trafen wir auf viele komplexe Details, wobei das Knobeln und Ideensammeln in langen Besprechungen zwar viel Spaß machte, allerdings lerne ich daraus, öfter kleiner zu denken und den Hauptpunkt im Fokus zu halten.
Zusätzlich war die Aufgabenaufteilung in einem interdisziplinaren Team herausfordernd, aber erfolgreich. Als einzige Designerin war es meine Aufgabe, Ideen gestalterisch umzusetzen und Ergebnisse und Entscheidungen zu erklären und ggf. zu verteidigen.